Anwendung
  Die Neigung sowie die horizontale Verschiebung der vertikalen Achse von Hoch- und Tiefbauwerken, wie auch von Produktionsanlagen ist für die Beurteilung ihres Verhaltens und ihrer Standsicherheit von entscheidender Bedeutung. Als Bezugsachse kann das Lot dienen. Die in verschiedenen Höhen beobachteten Lotauslenkungen ergeben die Biegelinie.

Das normale Lot kann als Gewichtslot oder als Schwimmlot erstellt werden, wobei die Verankerung des Lotdrahtes (Fixpunkt) oben bzw. unten ist. Je nachdem ob sich der Fixpunkt am Bauwerk oder ausserhalb desselben (z.B. im Baugrund) befindet, wird damit entweder nur die Neigung des Bauwerkes oder aber zusätzlich noch die Verschiebung, bezogen auf den externen Fixpunkt, bestimmt. Die Kombination der beiden Lottypen ergibt die grösstmögliche Information. Bei einer Staumauer kann z. B. mit einem an der Mauerkrone verankertes Gewichtslot Neigung und Biegeline zur Krone gemessen werden. Ein im Baugrund verankertes Schwimmlot zeigt zusätzlich die Verschiebung des Mauerfusses gegenüber dem als fest angenommenen Baugrund an.
   
Beschreibung
  Im wesentlichen besteht eine Lotanlage aus dem Lotfixpunkt FP (auch Lotaufhängung oder Lotdrehpunkt genannt), dem Lotdraht LTD, dem Lotgewicht G und dem Dämpfergefäss D. Zur manuellen Messung wird ein Koordiskop KK84 (N oder D) eingesetzt. Für eine permanente Messung kann das berührungslose Messgerät Telelot VDD2E installiert werden.
   
 

Gewichtslot GL20 bzw. GL50

Gewichtslot GL100 bzw. GL200
   
Technische Daten
 
Typ
GL 20-150
GL 50-100
GL 100-150
GL 200-150
Lotgewicht
200N
500N
1000N
2000N
Lotdraht
Ø 1mm
Ø 2mm
Max. Lotdrahtlänge (C)
~20m
~50m
~150m
>150m
Messbereich (A)
150mm
100mm
150mm
Messung mit
B
Erklärungen zu Tabelle
AOhne das Dämpfergefäss zu verschieben
BKoordiskop, Telelot alle Typen
CDie maximal mögliche Lotdrahtlänge wird hauptsächlich durch zwei Faktoren beeinflusst
 1. Messmethode mit oder ohne Berührung des Drahtes
 2. Luftzug im Lotschacht oder allgemein im Gebäude
   
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